Agentur für Arbeit – Anlaufstelle für Arbeitssuchende

Die Bundesagentur für Arbeit, auch Arbeitsamt genannt, ist eine wichtige Anlaufstelle für Menschen, die eine Arbeit suchen, eine Existenz gründen wollen oder für Hilfe bei der Berufs- und Studienwahl. Sie verfügt online sogar über eine eigene Jobbörse mit Interessanten Stellenanzeigen für Arbeitssuchende.

Die Dienstleistungen rund um den Arbeitsmarkt von der Agentur für Arbeit sind vielfältig. Auch Menschen mit Behinderung erhalten bei der Arbeitsagentur Hilfe in allen wichtigen beruflichen Fragen.

Zudem ist die Agentur von Arbeit für die Bewilligung und Auszahlung von Arbeitslosengeld I zuständig. Anträge auf das Arbeitslosengeld II, also Hartz IV, werden allerdings von den jeweiligen Jobcentern bearbeitet – hierbei kommt es immer wieder zu Verwechslungen.

Auch die Förderung der Berufsausbildung ist Teil der Aufgaben der Bundesagentur für Arbeit. Dazu gehören beispielsweise berufsvorbereitende Maßnahmen. Zusätzlich findet auch eine Förderung von Wohnheimen für Auszubildende statt.

Wichtige Leistung der Agentur für Arbeit: Das Arbeitslosengeld I

Viele Menschen verbinden die Agentur für Arbeit eng mit dem Arbeitslosengeld I. Diese ist erste Anlaufstelle, wenn Angestellte ihren Job verlieren oder wissen, dass der Jobverlust, beispielsweise durch einen auslaufenden Vertrag, droht.

Daher ist jeder Arbeitnehmer verpflichtet, sich drei Monate vor Ablauf des befristeten Arbeitsvertrags arbeitssuchend zu melden. Geschieht diese Meldung nicht, droht eine Sperre vom Arbeitslosengeld I. Doch wer hat eigentlich Anspruch auf diese Leistung der Agentur für Arbeit?

Zunächst muss sich die betreffende Person fristgerecht arbeitssuchend und am ersten Tag der Arbeitslosigkeit arbeitslos gemeldet haben. Zudem muss die sogenannte Anwartschaftszeit erfüllt werden.

Das bedeutet, dass Sie in den letzten Monaten und Jahren eine gewisse Zeit sozialversicherungspflichtig Beschäftigt gewesen sein müssen. Je nachdem, wie lange Sie in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben, berechnet sich auch die Dauer, für welche Ihnen das Arbeitslosengeld I zu steht.

Melden Sie sich am ersten Tag der Arbeitslosigkeit bei der Agentur für Arbeit, müssen Sie folgende Unterlagen mitbringen:

-Personalausweis oder

-Reisepass mit Meldebestätigung, Aufenthaltserlaubnis, Arbeitserlaubnis

-Sozialversicherungsausweis

-Kündigungsschreiben/ Arbeitsvertrag

-Lebenslauf

Vor Ort erhalten Sie dann auch den Antrag, welcher zur Bearbeitung ebenfalls notwendig ist. Alternativ können Sie diesen auch online ausfüllen. Auch die Höhe vom Arbeitslosengeld hängt maßgeblich mit dem vorherigen Job zusammen:  Betroffene erhalten 60 Prozent des pauschalierten Nettoarbeitsentgelts. Sofern sie Kinder haben, steigt die Zahlung auf 67 Prozent.

Ist nach der maximalen Auszahlungsdauer vom Arbeitslosengeld I noch kein neuer Job in Sicht, können Arbeitslose Hartz IV beim für Sie zuständigen Jobcenter beantragen.

Auch Arbeitgeber können von der Agentur für Arbeit profitieren

Nicht nur Arbeitslose werden von der Bundesagentur für Arbeit unterstützt. Unternehmen, die auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern sind, können bei der Jobbörse der Agentur für Arbeit entsprechende Stellenanzeigen einstellen.

Zudem gibt es unterschiedliche finanzielle Unterstützungen, beispielsweise wenn für Menschen mit Behinderung ein Arbeitsplatz geschaffen wird. Zudem besteht die Möglichkeit, Kurzarbeitergeld zu beantragen, wenn aus bestimmten Gründen die betriebsübliche Arbeitszeit vorübergehend gekürzt werden muss.

Weitere Informationen rund um die Aufgaben der Agentur für Arbeit und die Jobbörse vom Arbeitsamt liefert das Ratgeberportal arbeitslosenselbsthilfe.org!

   

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